Wiederaufbau der Brust nach Brustkrebs

Eine Brustkrebs-Op, bei der der Tumor und viel umliegendes Gewebe entfernt werden müssen ist für viele Frauen eine enorme Belastung. Sie empfinden es oft als Verlust ihrer Weiblichkeit. Um zumindest diesen Leidensdruck zu verringern, gibt es mehrere Möglichkeiten, die stark verkleinerte oder komplett entfernte Brust wiederaufzubauen.

Brustwiederaufbau mittels Implantat

Wenn genug Haut vorhanden ist, ist dieser Eingriff in der Regel einfach und erfolgversprechend.
Im Gegensatz zum Brustwiederaufbau mittels Eigenfett oder Eigengewebe entstehen dabei keine weiteren Narben durch eine Fettabsaugung oder Gewebeentnahme an anderer Stelle.
Zudem ist er auch bei sehr schlanken Frauen möglich, bei denen es sonst problematisch werden könnte, ausreichend Fettgewebe zu gewinnen.
Es ist auch möglich, in einer Op direkt beide Brüste zu vergrößern, um ein wirklich einheitliches Bild zu erhalten.
Allerdings ist zu beachten, dass bei einer fortgeführten Strahlentherapie ein stark erhöhtes Risiko für eine Kapselfibrose besteht und ein Brustwiederaufbau mittels Eigengewebe empfohlen wird.

Die Op läuft sehr ähnlich wie bei einer Brustvergrößerung ab.
Sollte zu wenig Haut vorhanden sein, um ein Implantat einbringen zu können, kann zunächst ein sogenannter „Expander“ eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein spezielles Implantat, das nach und nach aufgefüllt werden kann und so die Haut langsam auf die erforderliche Größe dehnt.
Was vor und nach der Op genau zu beachten ist, erläutern wir Ihnen im persönlichen Gespräch noch einmal, doch grundlegend kann man sagen, dass man vor der Op Alkoholkonsum und Rauchen minimieren und ca. 2 Wochen vorher blutverdünnende Mittel wie Aspirin vermeiden sollte.
Nach der Op sollte 6 Wochen lang Tag und Nacht ein extra für Sie angepasster BH getragen und körperliche Anstrengung vermieden werden. 6 Monate lang sollten die Narben idealerweise nicht der Sonne ausgesetzt werden, damit sie hell und unauffällig bleiben.
Nach Abschluss der Wundheilung gibt es keinerlei Einschränkungen mehr.
Da wir für die Nähte in der Regel Fäden verwenden, die sich nach einiger Zeit von selbst auflösen, entfällt das Fädenziehen.

Brustwiederaufbau mittels Eigenfett

Der Vorteil eines Aufbaus mittels Eigenfett liegt in der Natürlichkeit des Ergebnisses und der hohen Verträglichkeit, da nur körpereigenes Gewebe verwendet wird. Die ursprüngliche Brustform bleibt erhalten und ergibt so ein gleichmäßiges Ergebnis.

Wie bei einer Brustvergrößerung mittels Eigenfett wird auch hier an einer geeigneten Körperstelle (meist Bauch, Oberschenkel oder Po) Fett abgesaugt, das dann speziell aufbereitet in das gewünschte Areal injiziert wird.
Das Anwachsen der Fettzellen ermöglicht ein dauerhaft anhaltendes Ergebnis, welches sich allerdings durch starke Gewichtsschwankungen verändern kann.
Das endgültige Ergebnis sieht man nach ca. 5 Wochen, da ein paar Fettzellen vom Körper abgebaut werden können, bevor sie festwachsen. Dementsprechend können auch mehrere Eingriffe nötig sein, bis das gewünschte Volumen erreicht ist.
Je mehr Druck auf das behandelte Areal vermieden wird, desto besser können die Fettzellen anwachsen.

Nach dem Lipofilling dauert es etwa eine Woche, bis man wieder am üblichen Alltag teilnehmen kann. Ca. drei Wochen lang sollte spezielle Unterwäsche getragen und enge Kleidung vermieden werden. Ebenso sollte während dieser Zeit auf Sport und sonstige Anstrengungen verzichtet werden.

Brustwiederaufbau mittels Eigengewebe

Soll die Brust durch teilweise oder vollständig transplantiertes Gewebe wiederaufgebaut werden, sind in der Regel mehrere Eingriffe nötig. Insbesondere wenn die Brustwarze rekonstruiert, oder die Brust der anderen angeglichen werden soll.

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und erfordert einen stationären Aufenthalt von ca. 7 Tagen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten eine Brust durch Eigengewebe wiederaufzubauen.
Zum einen können Haut, Muskulatur und Fettgewebe vom Rücken unter dem Arm hindurch zur alten Operationsstelle verschoben und zur Brust geformt werden (Latissimus-Lappen). Hierbei kann eventuell zusätzlich ein Implantat eingesetzt werden. Diese Methode wird aufgrund der großen Narbenbildung auf dem Rücken nur noch in Ausnahmefällen angewendet.
Zum anderen können auch Unterbauchhaut und -fettgewebe mitsamt einem Teil der Bauchmuskulatur unter der Bauchdecke hochgeschoben und an der gewünschten Stelle zur Brust geformt werden (TRAM-Lappen).
Bei der heutzutage am meisten angewendeten Methode (DIEP) werden Unterbauchhaut und -fettgewebe ohne Muskulatur verpflanzt und mikrochirurgisch an die Gefäße der Brusthaut angeschlossen. Dies ergibt in der Regel das beste Ergebnis und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass gleichzeitig der Bauch gestrafft wird.
Statt am Bauch kann auch an Gesäß (SGAP) oder Oberschenkelinnenseiten (TMG) das benötigte Haut- und Fettgewebe entnommen und verpflanzt werden.

Bei der Gewinnung von Gewebe ist zu beachten, dass an den Entnahmestellen Narben zurückbleiben.
Ebenso kann die Haut eine andere Beschaffenheit als die andere Brust und eine verminderte Berührungsempfindlichkeit haben.

Auf Wunsch kann die andere Brust an die neu gestaltete angepasst werden, um ein besonders symmetrisches Ergebnis zu erhalten. Für die bedarfsweise Gestaltung einer neuen Brustwarze gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen besprechen.

Wie bei jedem Eingriff gibt es auch bei einem Wiederaufbau der Brust mittels Eigengewebe Risiken, die jedoch minimiert werden, wenn ein Fachmann ihn vornimmt und die Nachsorge gut und aufmerksam erfolgt.
Dennoch kann es zu Nachblutungen, Blutergüssen oder Infektionen der Wunde kommen. In sehr seltenen Fällen kann verpflanztes Gewebe teilweise oder komplett absterben, wenn die Blutzufuhr gestört ist.
Eine umfangreiche Aufklärung, auch bezüglich eventueller Vorerkrankungen, ist uns hierbei besonders wichtig.

Was vor und nach der Op genau zu beachten ist, erläutern wir Ihnen im persönlichen Gespräch noch einmal, doch grundlegend kann man sagen, dass man vor der Op Alkoholkonsum und Rauchen minimieren und ca. 2 Wochen vorher blutverdünnende Mittel wie Aspirin vermeiden sollte.
Nach der Op sollte 6 Wochen lang Tag und Nacht ein extra für Sie angepasster BH getragen und körperliche Anstrengung vermieden werden. 6 Monate lang sollten die Narben idealerweise nicht der Sonne ausgesetzt werden, damit sie hell und unauffällig bleiben.
Nach Abschluss der Wundheilung gibt es keinerlei Einschränkungen mehr.
Da wir für die Nähte in der Regel Fäden verwenden, die sich nach einiger Zeit von selbst auflösen, entfällt das Fädenziehen.

Bei einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer gründlichen Voruntersuchung besprechen wir gerne mit Ihnen, welche Art des Brustwiederaufbaus für Sie die beste Lösung ist. Ebenso klären wir Sie über die Risiken und Vorteile und den genauen Ablauf der jeweiligen Behandlung auf.

Bei weiteren Fragen und für einen Beratungstermin kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über das Kontaktformular. Wir freuen uns von Ihnen zu hören!