Lipödem

Unstimmige Proportionen, mit schlankem Oberkörper und immer dicker werdenden Beinen, die durch Sport und Diäten eher noch verstärkt werden, da der Oberkörper immer schlanker wird. An den Beinen entstehen sehr schnell blaue Flecken und Schmerzen, die man sich nicht erklären kann. Wenn all dies auf Sie zutrifft, sollten Sie abklären lassen, ob Sie eventuell an einem Lipödem leiden.
Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung die angeboren und meist erblich ist und ausschließlich Frauen betrifft. Es findet sich zumeist an Beinen oder Oberarmen und stellt eine große physische und psychische Belastung dar. Neben Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit, werden oft auch von der Umgebung übermäßiges Essen und Faulheit unterstellt ohne die Krankheit zu erkennen. Betroffene leiden also doppelt und fühlen sich oft schon allein wegen ihres Aussehens unwohl.

Ein umfassendes Vorgespräch und eine genaue Voruntersuchung sind uns sehr wichtig. Ist bei Ihnen ein Lipödem diagnostiziert worden, kann eine Fettabsaugung an den erkrankten Arealen für schnelle Besserung und Beschwerdelinderung sorgen. Obwohl die abgesaugten Fettzellen nicht wiederkommen, ist ein Lipödem nicht heilbar. Es können auch mehrere Eingriffe nötig sein, zwischen denen immer eine ausreichende Heilungsphase eingeplant werden sollte.
Bei sehr großen Mengen von entferntem Fett kann außerdem eine Straffungsoperation der Areale vonnöten sein, da die Haut sich nicht gänzlich zurückbilden kann.

Die von uns verwendete Wasserstrahlassistierte Liposuktion basiert auf neuesten Erkenntnissen und ist besonders schonend. Hierbei werden die krankhaften Fettzellen durch Wasserdruck gelöst und abgesaugt.
Dies geschieht unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose, bei größeren Absaugmengen sollte eine Nacht in der Klinik eingeplant werden.

Wie bei jedem Eingriff gibt es auch bei einer Fettabsaugung Risiken, die jedoch minimiert werden, wenn ein Fachmann sie vornimmt und die Nachsorge gut und aufmerksam erfolgt. Dennoch kann es zu Blutergüssen, Schwellungen oder einem vorübergehenden unangenehmen Hautgefühl kommen. Eine umfangreiche Aufklärung, auch bezüglich eventueller Vorerkrankungen, ist uns hierbei besonders wichtig.

Da bei einer Liposuktion nur kleine Einstiche erforderlich sind, können Sie mit unauffälligen Narben rechnen.
Für die Nähte verwenden wir in der Regel Klammerpflaster (Steristrips), wodurch das Fädenziehen entfällt.

Vor dem Eingriff ist zu beachten, dass ca. zwei Wochen lang keine blutverdünnenden Mittel wie z.B. Aspirin mehr eingenommen wurden und idealerweise das Rauchen eine Woche vor und drei Wochen nach der OP eingeschränkt wird um die Wundheilung zu verbessern.
Nach dem Eingriff sollten 6 Wochen lang Kompressionswäsche getragen und Lymphdrainagen vorgenommen werden.

Das Endergebnis kann zusätzlich positiv beeinflusst werden, indem regelmäßig Lymphdrainagen vorgenommen werden, Kompressionswäsche getragen wird und auf eine gesunde Ernährung sowie angepassten Sport geachtet wird.

Ein Antrag zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse kann nur eingereicht werden, wenn bereits ein Jahr lang konservativ, also durch Lymphdrainagen und Kompression behandelt wurde und keine Verbesserung aufgetreten ist. Leider zieht sich die konservative Behandlung oft über viele Jahre hin, ohne jemals ein gutes Ergebnis zu erzielen. Dennoch wird die medizinisch indizierte Liposuktion nur sehr selten von Krankenkassen genehmigt.

Bei weiteren Fragen und für einen Beratungstermin kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über das Kontaktformular. Wir freuen uns von Ihnen zu hören!